Sonntag, 12. April 2015

DIY: Kleine Windlichter mit Tortenspitze und andere wunderbare Ideen für die Hochzeitsdekoration


Am frühen Morgen mit Gartenschere und einem kleinen Körbchen bewaffnet um den eigenen Wohnblock herumzulaufen, ist schon ein komisches Gefühl. Man könnte meinen, sämtliche Nachbarn drücken sich die Nasen an den Fenstern platt, nur um zu sehen, was dieses komische Mädel da mit dem Grünzeug vor ihrer Haustür anstellt. Dabei wollte ich heute nur eins: Dekorieren bis zum Umfallen. Und zwar mit Blumen. Viel Blumen! Denn als ich gestern in meinem schönen neuen Inspirationsbüchlein blätterte, wollten meine Finger sofort selbst mit dem Falten loslegen und am besten die gesamte Wohnung mit Einweckgläschen, Teelichtern, Tortenspitze, Bändchen und Seidenpapierblümchen umgestalten. 


Wie gut, dass mein Herzblatt da auch noch ein Wörtchen mitzureden hat und ich mich doch erstmal für eine kleine Tischdekoration überreden ließ. So dekorierte ich kleine Einweckgläser mit halbierter Tortenspitze und buntem Garn, die ich abwechselnd mit Windlichtern und kleinen Blümchen und Zweigen füllte, die ich vor unserer Haustür stibitzt habe. Die ganz großen Blüten bastelte ich mir einfach selbst - und zwar aus Seidenpapier! Für diese kleine Tischdekoration benötigt ihr lediglich Seidenpapier in verschiedenen Farben, eine Schere, passendes Masking Tape und einen Holzspieß. So ausgestattet kann es mit der Blumenbastelei auch schon losgehen.


1 Schneidet zunächst fünf gleichgroße Quadrate aus eurem Seidenpapier und legt es übereinander. Anschließend schneidet ihr es so zu, dass ein kleines Herz ohne Spitze entsteht.
2 Danach formt ihr aus den Papierresten eine kleine Kugel und legt sie auf ein dunkles Stück Seidenpapier. Wickelt das dunkle Papier um die Kugel und dreht die langen Enden zu einer Art Stiel. Das wird letztlich euer Blütenstempel.
3 Als nächstes schneidet ihr aus dem selben dunklen Seidenpapier einen langen Streifen. 
4 Faltet den Streifen einmal längst und schneidet ihn auf der einen Seite ein.
5 Anschließend wickelt ihr den langen Streifen mit den Fransen um euren Blütenstempel. Mit etwas Masking Tape könnt ihr das Ende fixieren.
6 Nehmt nun eure Blütenblätter zur Hand und legt sie in unregelmäßigen Abständen um den Blütenstempel. Befestigt die einzelnen Blüten dabei immer gut mit etwas Masking Tape, sodass sie nicht auseinanderrutschen können.
7+8 Um den Stiel der Blume anzufertigen, nehmt ihr schließlich den Holzspieß zur Hand und steckt ihn von unten in die Blüte. Den Stiel könnt ihr noch mit ein paar grünen Seidenpapierblättern verzieren. Und schon ist eure selbstgemachte Blume fertig!


Für die kleinen Ideen für eine hübsche Tischdekoration habe ich mich übrigens aus dem tollen Hochzeitsbuch von Nicola Neubauer und Julia Romeiss inspirieren lassen: "Hochzeit mit Liebe selbstgemacht"*. Nun macht meine heutige Überschrift auch endlich etwas Sinn, nicht wahr? Denn die kleinen Windlichter mit Tortenspitze und die hübschen Blumen aus Seidenpapier machen auch auf einer Hochzeit eine perfekte Figur. Als Junibraut bin ich davon absolut überzeugt! Meine Liebe zu Einweckgläschen als Blumenvasen oder Windlichter haben aufmerksame Leser ja sowieso schon längst mitbekommen. Kein Wunder also, dass ich beim Anblick der schönen Inspirationen rund um das Thema Hochzeit in diesem Buch wirklich angetan bin.



Mit sehr viel Liebe zum Detail ist es Nicola und Julia in ihrem Buch gelungen, einen schönen Überblick für alle Brautpaare zu geben, die noch auf der Suche sind nach der kleinen Idee, die sie unbedingt selber machen möchten. Bei all den schönen Inspirationen auf Pinterest und in diversen Hochzeitszeitschriften fragt man sich manchmal schon, ob man ein paar der Ideen nicht ganz einfach selbst machen könnte, statt sie teuer zu kaufen. Und wer dafür ein gutes Händchen hat, der darf sich diese Bastelei auf keinen Fall entgehen lassen. Selbst meine bessere Hälfte konnte ich bereits davon überzeugen, wenigstens ein paar Kleinigkeiten für unsere Hochzeit selbst herzustellen - wenn auch nicht alles. Denn bei aller Liebe zum Selbermachen: Man hat als Brautpaar vor einer Hochzeit auch schon so genug Organisation um die Ohren... Umso schöner, wenn man dann ein Buch vor der Nase hat, mit dem man mit Hilfe von verständlichen und übersichtlichen Anleitungen dazu angeregt wird, ein paar Details für den schönsten Tag im Leben mit viel Liebe selbst zu gestalten.


Von Gastgeschenken, über verschiedene Dekorationen für die Tischdeko oder die Fotoecke bis hin zu den Bastelvorlagen zum Kopieren und selber ausdrucken ist in diesem Buch wirklich alles zu finden. Nicht jede Idee hatte uns persönlich überzeugt - das muss ich an dieser Stelle zugeben. Aber jede Hochzeit ist so unterschiedlich und individuell, da ist es sowieso nicht nötigein Hochzeits-DIY-Standardwerk zu erschaffen. Dennoch bin ich mir sicher, dass jedes Brautpaar sich mit diesem Buch und all seinen herrlichen Ideen dazu hinreißen lassen kann, ein paar liebevolle Details mit den eigenen Händen zu erschaffen. 



Und während ich nun wieder in meiner Hochzeitsbastelecke verschwinde, möchte ich euch noch die beiden schönen Blogs der Buchautorinnen nahelegen: Ein Stück von Glück von Julia und Verrückt nach Hochzeit von Nicola. Dort könnt ihr euch von weiteren schönen Ideen und Anleitungen inspirieren lassen. Ich wünsche in jedem Fall ganz viel Spaß beim Basteln!

Bezugsquellen:
Tortenspitze: Nanu Nana
Seidenpapier: Ikea
Bakers Twine: Garn & Mehr
Einweckgläser: Depot & Rayher


* Vielen Dank an den blv-Verlag für die unverbindliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Meine eigene Meinung zu dem Werk bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

Samstag, 4. April 2015

Mama´s Eierlikörkuchen im Hefekranzgewand


Während uns das stürmische Wetter der letzten Tage so langsam den Rücken kehrt, sitzen wir bereits alle gemütlich beisammen und genießen die ruhigen Osterfeiertage. In diesem Jahr war ich mal diejenige, die Mama´s traditionellen Eierlikörkuchen für den gemeinsamen Kaffeetisch gezaubert hat. Das Schöne daran: Ich konnte meine neue Hefekranzform einweihen! An einen richtigen Hefekranzzopf hätte ich mich mangels der Zeit einfach nicht gewagt und da kam mir diese Variante gerade recht. Der Eierlikörkuchen ist nämlich schön schnell zubereitet und passt einfach perfekt zum Osterfest! 


Da ich selbst schnell wieder meine Füße hochlegen und die Zeit im Kreise meiner Lieben genießen möchte, zeige ich euch heute nur fix das Rezept - vielleicht sucht ihr ja noch nach einem leckeren Kuchen für Ostersonntag. Alles, was ihr für den Eierlikörkuchen benötigt, sind folgende Zutaten.


Trennt zunächst die Eier und gebt die Eigelbe mit dem Puderzucker und Vanillinzucker in eine Schüssel und verrührt alles gut. Gebt anschließend Öl und Weizenmehl hinzu und vermengt alles mit dem Handmixer. Danach gebt ihr die Speisestärke (oder Kartoffelmehl) und verrührt ebenfalls alles zu einer homogenen Masse. Schließlich gießt ihr unter Rühren den Eierlikör ebenfalls in die Schüssel. Danach rührt ihr noch das Backpulver unter. Schlagt anschließend das Eiweiß steif und hebt es unter den Teig. Nun könnt ihr ihn auf eine gut gefettete Form verteilen und bei 150 °C im Ofen etwa eine Stunde backen. Der Kuchen wird im Ofen richtig schön hochgehen, bis er schließlich wieder etwas zusammenfällt. Lasst ihn am Ende noch weitere 10 Minuten im Ofen ruhen, bis ihr ihn herausnehmt und abkühlen lasst.


Nach Mamas Rezept verzieren wir den Eierlikörkuchen immer mit dunkler Kuvertüre. Aber auch pur oder mit etwas Puderzucker schmeckt er einfach köstlich! 


Mit diesem Rezept verabschiede ich mich jetzt in die wohlverdienten Osterfeiertage. Ich bin gespannt, was ihr in diesem Jahr für den Ostertisch zaubern werdet!

Lasst es euch gut gehen! Und viel Spaß beim Backen.

Bezugsquellen:
Hefekranzform: Westwing*
Teelichter: Westwing*
Geschirrtuch: Indigo Home
Federn: Idee. Creativmarkt

*Sponsoring/Kooperation

Sonntag, 29. März 2015

Vanillige Ostereier-Plätzchen und leichte Blaubeer-Quark-Creme für das Osterfest


Auch wenn das Wochenende sich nicht von seiner schönsten und sonnigsten Seite präsentiert hat, so habe ich doch die beiden freien Tage wirklich genossen. Ich konnte in aller Seelenruhe in der Küche werkeln, endlich ein wenig Osterstimmung mit Kirschzweigen und Eiern in der Wohnung verbreiten und nebenher noch meinem Künftigen dabei zusehen, wie er in Windeseile sein komplettes Hochzeitsoutfit zusammenkauft. Warum genau habe ich immer noch keine Schuhe? Ach ja. Da war ja dieses Entscheidungsproblem... Da lenkt sich die Braut also einfach weiter mit den anderen schönen Dingen im Leben ab und vertuscht mit reichlich Süßkram ihr Shopping-Hin-und-Her. Ostern kommt da also wirklich wie gerufen. 


Heute habe ich ein paar vanillige Plätzchen in Ostereierform mitgebracht und fluffige Blaubeer-Quark-Creme - natürlich stilecht in Eierschalen serviert. Die Quarkspeise ist sehr schnell zubereitet und ist daher ein perfektes Dessert für euer Ostermenü! Vermengt 250 g Magerquark mit 270 g Naturjoghurt miteinander. Schlagt 250 ml Sahne mit einer Packung Sahnesteif und einer Packung Vanillinzucker schaumig und hebt sie unter die Quark-Joghurt-Masse. Anschließend nehmt ihr ein Glas Blaubeeren zur Hand und gebt einen Esslöffel der Flüssigkeit mit in die Quarkcreme. 


Danach verteilt ihr die Blaubeeren abwechselnd mit der Quark-Creme auf gut ausgespülte halbe Eierschalen. Das Topping könnt ihr ebenfalls mit ein paar einzelnen Blaubeeren verzieren. Im Eierkarton angerichtet, ist das wirklich ein schöner Hingucker für euren Ostertisch. 


Das Rezept für meine Osterplätzchen habe ich euch hier schon einmal in Form von Schmetterlingen gezeigt. Das Besondere dieses Mal: Ich habe die Muster auf den Eiern mit Hilfe von Royal Icing, kleinen Schablonen und einem Spatel auf die Kekse gezaubert. Eine ganz schöne Sauerei, wenn man so etwas vorher noch nie gemacht hat. Geduld ist hier das Stichwort - absolut keine meiner Stärken. Doch ein paar Flüche und jede Menge Royal-Icing-Verschleiß später, können sich meine Ostereierkekse doch wirklich sehen lassen. Die Arbeit hat sich gelohnt und ich bin sehr verliebt in die kleinen Blüten und Schnörkel. 



Ich hoffe, ihr hattet neben den ganzen Osterkeksen und Blaubeer-Quark-Eiern noch Augen für meinen schönen neuen Fotohintergrund! Den habe ich vor kurzem bei Photographersfriend gewonnen und bin hin und weg von diesem Schätzchen. Bereits in meinen letzten Posts habe ich ihn verwendet, doch heute kommt er endlich mal im Ganzen so richtig schön zur Geltung. Nun ist also endlich Schluss mit meinem Minibrettchen, was für sämtliche Food-Fotografien und DIY-Ideen herhalten musste. Mal sehen, was ich euch noch alles in Zukunft vor diesem herrlichen Hintergrund präsentieren werde. Man darf gespannt sein.

Ich wünsche euch noch einen herrlichen Restsonntag! Ich bin gespannt, was ihr in diesem Jahr für kleine Ideen und Backwerke zum Osterfest vorbereiten werdet. Wart ihr denn bereits fleißig? 


Bezugsquellen:
Ei-Ausstecher mit Schablonen: Birkmann
Deko-Tablets: Westwing*
Vase: Westwing*
Tassenkeks-Ausstecher: Birkmann via Westwing*
Geschirrtuch: von Oma
Tasse: Greengate (Vielen Dank liebe Anita!)
Kleine Holzschale: ehemalige Limetten-Verpackung 
Backdrop: Photographersfriend

*Sponsoring/Kooperation

Samstag, 21. März 2015

Einfache Zucker-Mini-Gugl und frühlingshafte Inspirationen aus Skandinavien


Wenn das Wochenende mit einer nach feinstem Kuchen duftende Küche startet, dann können es ja nur zwei wunderschöne Tage werden. Und wenn man dann noch etwas Schönes zum Schmökern und Lesen gefunden hat, dann wird es das perfekte entspannte Wochenende, was man sich nach einer Woche voller Trubel  nur wünschen kann. Nachdem ich immer tiefer in meine Masterarbeit abtauche und nebenher den wohlverdienten Feierabend meine lieben Freundin mit der Suche nach den perfekten Brautaccessoires ausfülle (nicht ohne sich in den Weiten des Berliner Untergrundes zu verfahren), freue ich mich umso mehr darauf, einfach mal wieder in der Küche zu stehen oder aber mich auf das Sofa zu lümmeln. Wie sehr ich diese Zeit genieße! Heute freue ich mich also umso mehr über meine Backwerke, die darauf warten, vernascht zu werden. Und woher ich das Grundrezept für die süßen Mini-Gugl habe, verrate ich euch nebenher auch noch. 



Am Mittwoch erschien erstmals in Deutschland die "LandIdyll"* - eine Zeitschrift, bestückt mit inspirierenden Artikeln, Rezepten und Ideen aus dem hohen Norden. Das Original aus Skandinavien nennt sich "Lev Landlig" und feiert in diesem Jahr bereits seinen 10. Geburtstag. Umso schöner für uns, dass dieses Heft nun auch in den deutschen Regalen zu finden ist. Von Reportagen und Tipps zu Einrichtungsstilen, dem richtigen Umtopfen von Frühblühern über Rezepte aus der Landhausküche bis hin zu hübschen DIY-Ideen findet man hier die perfekte Mischung, die zum Verweilen und Nachmachen anregt. So konnte ich mich bei meiner Shopping-Odyssee kaum auf die Brautschuhe vor meiner Nase konzentrieren, weil ich die ganze Zeit an kleine Traubenhyazinthen denken musste, die nun meine Osterdekoration komplettiert haben. Das mit der Inspiration hat also funktioniert. Außerdem kann sich meine bessere Hälfte nun über kleine Zucker-Gugl freuen. Das Rezept aus der "LandIdyll" zu dem "Traditionellen Zuckerkuchen" habe ich somit einfach ein wenig abgewandelt. Alles, was ihr selbst zum Backen der Mini-Gugl benötigt, sind folgende Zutaten und eine passende Mini-Gugl-Form. 


Heizt den Ofen auf 175 °C vor. Lasst die Butter in einem Topf schmelzen und schlagt in der Zwischenzeit die Eier mit dem Zucker schaumig. Gebt dann die Milch und die geschmolzene Butter hinzu und verrührt alles gut. Anschließend gebt ihr Mehl, Backpulver, Zitronenschale und das Mark der Vanilleschote hinzu und vermengt alles zu einem glatten Teig. Fettet die Mini-Gugl-Form etwas ein und verteilt dann den Teig mit einem Teelöffel. Backt das ganze etwa 12 bis 14 Minuten, bis die Mini-Gugl schön goldgelb gebacken sind. Löst sie anschließend aus der Form und lasst sie gut auskühlen. Fertig sind die einfachen Zucker-Mini-Gugl. 


Meine kleinen Gugl habe ich übrigens mit etwas Seidenpapier und Federn in einen Eierkarton verpackt. Diese Idee finde ich einfach wunderschön und praktisch, sodass ich die kleinen Gugl auch in diesem Jahr wieder so zu Ostern verschenken werde. Im letzten Jahr gab es dafür bunte Mini-Marshmallow-Gugl. Mal sehen, ob es dieses Mal die kleinen Zucker-Gugl ins Osterkörbchen schaffen. 



Ich mache es mir nun noch mit der LandIdyll ein wenig gemütlich und genieße die freie Zeit. Erst morgen mache ich mich mal wieder auf Hochzeitsinspirationssuche. Ich bin gespannt, wie euer erster Eindruck von der neuen Landzeitung auf dem deutschen Markt ist!

Ich wünsche euch ein herrliches Wochenende. Lasst es euch gut gehen. 


Bezugsquellen:
Mini-Tortenplatte: Strauss Innovation
Geschirrtuch: Indigo Home
Vase: Depot

*Die "LandIdyll" wurde mir unverbindlich zum Durchstöbern und Rezensieren zur Verfügung gestellt. Meine eigene Meinung bleibt davon wie immer unberührt.

Samstag, 14. März 2015

Köstliche Beeren-Mascarpone-Küchlein mit Haselnuss-Kokos-Böden ohne Zucker


Dass ich eine Naschkatze bin, ist sicherlich kein Geheimnis mehr. Wer einen Blick in mein Rezeptearchiv wirft, der stellt schnell fest, dass es auf diesem Blog doch mehr Süßes zu entdecken gibt, als herzhafte Leckereien. Doch beim Backen selbst bin ich im Grunde recht einfach gestrickt. Ich backe das, was ich kann und verwende auch das, was ich kenne. Doch heute habe mich mal aus meiner kleinen Komfortzone bewegt und etwas neues ausprobiert. Somit schmecken die herrlich aussehenden Törtchen auf meinen Fotos nicht nur ganz wunderbar, sie beinhalten auch noch zwei besondere Zutaten, die ich heute zum ersten Mal verwendet habe: Erythrit* und Kokosmehl*. 


Mit Zuckerersatzprodukten habe ich vorher noch nie gebacken. Doch heute habe ich das mal ausprobiert und bin tatsächlich positiv überrascht. Im Grunde ist Erythrit genauso süß wie normaler Zucker. Der Unterschied liegt lediglich im Kaloriengehalt, was meine kleinen Törtchen also tatsächlich fast zu Light-Törtchen macht. Aber auch nur fast. Denn die Mascarpone ist natürlich wieder eine ordentliche Kalorienbombe... Dennoch: Die Böden meiner kleinen Törtchen können sich sehen lassen, denn neben dem Zuckerersatz habe ich statt dem normalen Weizenmehl dieses Mal Kokosmehl verwendet. Wichtig dabei: Kokosmehl braucht viel mehr Flüssigkeit als normales Mehl, was ich beim Backen deutlich zu spüren bekam. Wo ich sonst einen sehr fluffigen Teig produziere, fand ich heute eher eine krümelige Masse vor, sodass ich improvisieren musste. Herausgekommen sind die Beeren-Mascarpone-Törtchen, die wir uns heute Nachmittag zum Kaffee schmecken lassen können. Und damit ihr nun schnell noch die Sonntagstafel vorbereiten könnt, habe ich natürlich auch das passende Rezept mitgebracht. Die Zutaten reichen für drei Törtchen (Ø 15cm):


Zunächst trennt ihr die Eier und schlagt das Eiweiß mit Erythrit, einer Prise Salz und das Mark der Vanilleschoten steif. Verquirlt die Eigelbe miteinander und zieht sie unter den Eischnee. Anschließend vermischt ihr Mehl, Backpulver und Mandeln miteinander und gebt alles nacheinander zu der Eiermasse, bis nach und nach ein krümeliger Teig entsteht. Gebt nun noch etwa zwei bis drei Esslöffel Wasser hinzu. Nun könnt ihr euren Ofen auf 180 ° C vorheizen und in der Zwischenzeit ein Backblech mit Backpapier auslegen oder aber runde Backformen mit einem Durchmesser von 15 cm verwenden. Solltet ihr wie ich die erste Variante wählen, dann nehmt euch nun einen Servierring zur Hand und legt ihn auf das Backblech. Drückt den Teig hinein und entfernt den Ring. Euer Teig sollte etwa einen Zentimeter hoch sein. Wiederholt das insgesamt neun Mal und backt eure Böden dann etwa 20 bis 15 Minuten, bis sie schön goldbraun sind. Lasst sie danach gut auskühlen.


In der Zwischenzeit könnt ihr nun die Mascarpone-Creme vorbereiten. Dafür gebt ihr zunächst Mascarpone mit der Schale und dem Saft der Zitrone und Puderzucker in eine Schüssel und verrührt alles gut mit dem Handmixer. Anschließend hebt ihr den Quark unter. Schlag die Sahne mit dem Sahnefestiger steif und hebt sie ebenfalls unter die Creme. Nun wascht und verlest ihr eure Himbeeren, Blaubeeren und Brombeeren oder für welche Beeren ihr euch entschieden habt. Sind eure Böden gut ausgekühlt könnt ihr auf ihnen nun die Mascarpone-Creme verteilen. Nehmt dafür erst einen Esslöffel Creme, vereilt sie auf einem fertigen Boden. Verteilt anschließend ein paar Beeren darauf und verschließt die Schicht wieder mit Creme. Wiederholt das insgesamt drei Mal, bis ihr die obere Schicht erreicht habt und mit ein paar Beeren verzieren könnt. Fertig ist die perfekte kleine Sonntagstorte! Stellt sie vor dem Verzehr für eine halbe Stunde in den Kühlschrank - so lässt sie sich besser anschneiden.



Mit meinen Törtchen nehme ich übrigens an der Aktion "Baking a Difference" teil. Was andere tolle Blogger da für köstliche Backwerke gezaubert haben ohne Zucker zu verwenden, könnt ihr hier sehen. Schwört ihr selbst beim Backen eigentlich auf Zuckerersatzprodukte oder verwendet oft Alternativen? Vielleicht könnt ihr mir ja noch andere Produkte empfehlen, die ich unbedingt mal zum Backen verwenden sollte. Ich bin gespannt!

Ich wünsche euch noch ein herrliches Wochenende.

*Die Produkte wurden mir von nu3 für meine kleine Kuchenkreation im Rahmen der Aktion zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Montag, 9. März 2015

DIY: Von der Kuchenform zum Blumenkasten


So starte ich doch wirklich gern in die neue Woche: mit viel Sonnenschein, frischen Blumen und jeder Menge guter Laune. Das schöne Wochenende habe ich endlich mal genutzt, um den Frühling in unsere vier Wände ziehen zu lassen. Ein paar erste Tulpensträußchen schmückten bereits unseren Wohnzimmertisch, doch gestern war dann auch die Fensterbank dran - für die habe ich mir ein ganz besonderes Dekoelement einfallen lassen, sodass es ausnahmsweise  mal keinen Sonntagskuchen gab. Denn meine alte Kastenform habe ich dafür einfach mal etwas zweckentfremdet! 


Vor ein paar Wochen wollte ich die alte silberne und einfach viel zu große Kuchenform entsorgen. Kuchen backen war darin tatsächlich nicht immer sehr optimal, da die meisten Mengenangaben für leckeres Gebäck immer doppelt genommen werden mussten, damit man auch optisch einen schönen Kuchen zaubern konnte. Doch ich brachte es einfach nicht übers Herz, die alte Form in den Müll zu befördern. Stattdessen peppte ich sie kurzerhand mit etwas Dekoband auf und bepflanzte sie mit den schönsten Frühblühern, die ich im Baumarkt finden konnte.


Wer sich nun fragt, wie ich das Dekoband in  meine Kastenform bekommen habe, für den habe ich heute auch eine kleine Anleitung mitgebracht. Zum Nachbasteln für den etwas anderen Blumenkasten braucht es eigentlich nicht viele Materialien: Eine ausrangierte Kuchenform, Bleistift, Nagel, Hammer, eine große Nadel, Schraube, Schraubendreher und natürlich ein Dekoband nach Wahl. Ich habe dafür ein schönes schmales Satinband gewählt.


Im ersten Schritt markiert ihr am oberen Rand in regelmäßigen Abständen mit einem Bleistift eure Löcher. Meine Kuchenform ist etwa 18 Zentimeter lang, sodass ich alle zwei Zentimeter einen Punkt gesetzt habe. Anschließend nehmt ihr einen kleinen Nagel zur Hand und schlagt mit Hilfe des Hammers vorsichtig kleine Löcher in die marktierten Stellen. Anschließend nehmt ihr eine etwas größere Schraube zur Hand und dreht diese sorgfältig in das vorgefertige Loch, bis dieses sich automatisch vergrößert. Wiederholt dies solange, bis ihr ringsherum alle Löcher vorbereitet habt. Fädelt nun euer Dekoband durch eine große Nadel und führt sie immer abwechselnd durch die Löcher. Der Abschluss bildet eine kleine Schleife. Schon ist eure aufgepimpte Kuchenform fertig und kann bepflanzt werden!
Bevor ich meine Krokusse, Stiefmütterchen und Tausendschönchen in die Form gepflanzt habe, habe ich sie vorher noch mit etwas Folie ausgekleidet. So kann beim Bewässern der Blumen nichts rosten und alles bleibt dicht. Befüllt euren neuen Blumenkasten nur bis kurz unter den Dekorand mit Blumenerde - so könnt ihr sicher gehen, dass beim Gießen nichts daneben geht.



Ich hoffe, euch gefällt meine kleine Frühlingsbastelei! Ich bin auf jeden Fall sehr verliebt in meine kleinen Pflänzchen, die nun in der Küche einen schönen Platz gefunden haben. Als nächstes geht es dann an meine Kräutertöpfchen. Vielleicht sollte ich dafür meine Guglhupfform auch noch zweckentfremden?

Ich wünsche euch einen wunderschönen Start in die neue Woche!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Espresso-Cupcakes mit selbstgemachter Karamellsoße


Ich gebe es offen zu: Ich bin kein großer Kaffeetrinker. Doch wenn ich mich dann doch mal mit meinen Freunden zum Käffchen verabrede, dann kann ich auch nicht nein zu cremig-süßem Cappuccino oder Latte Macchiato sagen. Zuhause haben wir zwar eine richtige Kaffeemaschine, doch die ist eher selten in Betrieb. Meine bessere Hälfte dagegen schwört ja mittlerweile auf unsere Kapselmaschine, die fix und einfach die nötige Ladung Koffein liefert, die er vor allem am frühen Morgen benötigt. Doch was macht eine kleine Backfee wie ich? Klar! Da werden die kleinen Kapseln einfach mal zum Backen verwendet. Herausgekommen sind heute ein paar köstliche Espresso-Cupcakes mit Sahnetopping und selbstgemachter Karamellsoße. Da schlägt auch mein keines Kaffeeherz gleich wieder schneller - und das ganz bestimmt nicht wegen dem Koffeeingehalt in den kleinen Leckereien.



Für meine Espresso-Cupcakes habe ich die Senseo Capsules* ausprobiert. Bei insgesamt neun Sorten - von Espresso bis Lungo-Varianten - hat Senseo ja so ziemlich alles im Angebot, was sicher jeden Kaffeetrinker begeistert. Zumindest bei meiner besseren Hälfte hat das schon mal funktioniert. Mich selbst musste man da schon mit dem Geschmack überzeugen - aber natürlich nicht auf ganz normalen Wege aus dem Kaffeebecher, sondern in meinen Cupcakes. Für die kleinen Backwerke habe ich insgesamt drei Kapseln der Sorte "Espresso-Splendente" verwendet. Der kritische Blogleser fragt sich sicher: "Warum aus gerechnet die?" Und die Sarah sagt: Der Werbetext klang köstlich! Tatsächlich funktioniert bei mir da die Marketingmasche sehr gut. Denn wenn von "köstlich nussiger Note" und "zitrus-frischem Ausklang" die Rede ist, kann ich meine kleinen Leckereien schon förmlich schmecken. Kenner werden aber eines auf jeden Fall bemerken: Auf meinen Fotos sind nicht die Splendente-Kapseln zu finden, sondern tatsächlich die der Sorte "Lungo-Elegante". Da hat mein Bloggerherz sich dann doch aus optischen Gründen gegen die rote und für die grüne Verpackung entschieden, die einfach besser zu den Kaffeetassen passten. Es sei mir verziehen!

So. Lange Rede, kurzer Sinn. Natürlich möchte ich euch mein Espresso-Cupcake-Rezept nicht vorenthalten. Die folgenden Zutaten reichen locker für etwa 20 bis 24 Cupcakes. Da hatte ich es beim Austüfteln der richtigen Menge dann doch etwas übertrieben. Wer also lieber weniger backen möchte, halbiert entsprechend die Zutatenmenge. Bei mir reicht es heute perfekt für die vielen Kollegen meines Liebsten...



Heizt euren Ofen auf 190 °C vor. Gebt zunächst Milch, Espresso und die Eier in eine Rührschüssel und vermengt alles mit Hilfe des Handrührers. Anschließend gebt ihr Zucker, Mehl und Backpulver hinzu und verrührt die Zutaten zu einem glatten Teig. Danach lasst ihr die Zartbitterschokolade gemeinsam mit der Butter schmelzen und gebt die flüssige Schokolade anschließend ebenfalls in die Rührschüssel. Verrührt wieder alles gut miteinander und verteilt anschließend den fertigen Teig auf eure Papierförmchen. Backt eure Cupcakes je nach Größe etwa 12 bis 15 Minuten und lasst sie anschließend gut abkühlen.



In der Zwischenzeit bereitet ihr die Karamellsoße zu. Gebt dafür zunächst das Wasser mit dem Zucker in einen Topf und lasst beides gemeinsam unter ständigem Rühren bei großer Hitze aufkochen. Anschließend lasst ihr die Masse bei mittlerer Hitze weiterkochen. Dabei nicht mehr weiterrühren bis sich der Zucker dunkel färbt. Anschließend nehmt ihr den Topf vom Herd und lasst die Butter in der heißen Zuckermasse schmelzen. Danach gebt ihr die Sahne hinzu und rührt alles so lange, bis eine schöne helle Karamellsoße entsteht. Die fertige Soße füllt ihr letztlich einfach in ein gut verschließbares Gläschen ab. Gut gekühlt hält sie etwa zwei Wochen. Bei uns aber nicht. Sie ist einfach zu lecker!
Kleiner Tipp: Wenn ihr die Sahne hinzugebt, dann entsteht zunächst eine zähe Masse. Lasst euch davon nicht irritieren und rührt so lange weiter, bis alles wieder geschmolzen ist. 

Für das Topping schlagt ihr die Sahne mit Vanillinzucker fest und hebt anschließend etwa vier Esslöffel euer gut abgekühlten Karamellsoße unter. Verteilt die Karamel-Sahne auf eure Cupcakes und schon ist die süße Leckerei für das nächste Kaffeekränzchen fertig. Gern könnt ihr kurz vor dem Verzehr auf die Sahne noch einen extra Klecks der Karamellsoße geben - das ist einfach himmlisch!




Und, wem ist nach den vielen Karamell- und Cupcake-Fotos als erstes mein schöner neuer Blogheader aufgefallen? Nach über zwei Jahren erstrahlt mein Blog jetzt endlich in einem neuen Glanz und der hässlich grüne selbstgeschusterte Header gehört der Geschichte an - und das alles nur Dank dem lieben Hannes von Mister & Misses Do. Tausend Dank an dieser Stelle noch einmal an dich!

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Donnerstag und eine herrliche Restwoche. Lasst es euch schmecken.


*Dieser Blogpost entstand mit der freundlichen Unterstützung von Senseo Capsules. Meine eigene Meinung zu den vorgestellten Produkten bleibt davon wie immer unberührt.