Dienstag, 2. September 2014

DIY: Kleine Geschenkverpackung oder auch: Was mache ich mit meinen Fotos? [Teil 1]


Gerade im Sommer habe ich den Eindruck, dass sich weitaus mehr Fotos auf meiner Festplatte sammeln als zu anderen Jahreszeiten. Als bekennender leidenschaftlicher Fotoknipser von Blumenmotiven aller Art, ist es da auch kein Wunder, dass sich vor allem die Pflanzenwelt in ihrer ganzen Farbenpracht auf meinem Laptop stapelt. Immer öfter überlege ich deshalb intensiv, was ich denn mit all den schönen Aufnahmen anfangen könnte. Und so stöbere ich in diversen Online-Shops nach Ideen und Alternativen zu Fotobüchern und normalen Abzügen. Umso mehr freute ich mich nun, als ich vor kurzem von Müller* die Anfrage bekam, mir ihre Fotowelt doch mal genauer anzuschauen. Genau deshalb möchte ich euch heute mal zeigen, was ihr noch so aus euren wunderbaren Fotografien machen könnt. Ich bin mir sicher, dass auch bei euch die ein oder andere Aufnahme schlummert, aus der gern mehr gemacht werden möchte als auf der Festplatte zu verstauben. 


Ich liebe es Geschenke zu verpacken. Nur ein einfaches Schleifchen um Geschenkpapier herum, reicht bei mir meist nicht aus. Ich verziere viel lieber alles mit schönen Anhängern, Karten, Bändern und manchmal auch frischen Blumen. Deshalb konnte ich nicht anders und habe in dem Sortiment bei Müller Fotoaufkleber* herausgesucht. Diese habe ich mit wenigen Klicks mit einem eigenen Foto und selbstgewähltem Text gestaltet. Von der Qualität war ich positiv überrascht. Mein Foto kommt sehr schön zur Geltung und auch das Material ist so stabil, sodass man die Aufkleber einfach auf Geschenke, Flaschen oder Geschenkekartons kleben kann. Als kleiner Bastelfuchs dachte ich mir, dass es jedoch zu schade ist, dass schöne Motiv einfach  nur auf ein Geschenk zu kleben und habe kurzerhand noch einen Magneten daraus gebastelt. Dafür habe ich einfach den letzten Rest meiner Magnetfolie verwendet und den Aufkleber darauf geklebt und ausgeschnitten. So ist das Blumenbild letztlich nicht nur schmückendes Beiwerk am Geschenk, sondern findet noch eine praktische Verwendung am Kühlschrank des Beschenkten.



Um ein Geschenk aber perfekt zu machen, dürfen ein paar kleine persönliche Zeilen und Glückwünsche natürlich auch nicht fehlen. Geburtstagskarten selber basteln ist für mich selbst das Größte, doch manchmal muss es auch einfach schnell gehen. So suche ich gern nach schicken Postkarten, doch immer öfter kam mir da der Gedanke, dass ich meine eigenen Fotos auch gern mal auf solch einer Karte hätte. Gesagt, getan. Denn auch Müller hat Postkarten* im Angebot und so kreierte ich eine schöne Postkarte, die sich sowohl für Geburtstage, als auch für liebe Grüße zwischendurch wunderbar eignen. Die Online-Gestaltung der Fotowelt machte es mir leicht, ein passendes Design zu finden. Doch letztlich bin ich von den Karten nicht so positiv überrascht wie von den Aufklebern. Die Postkarten selbst wirken auf dem ersten Blick nämlich eher wie normale entwickelte Fotos und unterscheiden sich nur durch die bedruckte Rückseite von diesen. Auch die Dicke des Papiers sowie die hochglänzende Vorderseite ist nicht so ganz nach meinem Geschmack. Da muss ich wohl noch ein wenig weiterstöbern und nach einem passenden Postkartenanbieter suchen. Aber dennoch: Postkarten sind super! Und selbstgemachte erst recht.


Also los gehts! Eure eigenen schönen Fotos müssen nicht länger in unsortierten Ordnern zwischen Unmengen an Daten verschwinden, sondern freuen sich schon darauf, mehr zu werden als eine Datei. Ich bin gespannt, wie euch meine kleinen Verpackungsgestaltungsideen (was für ein Wort...) gefallen. Seid ihr denn selbst auch leidenschaftliche Geschenke-Einpacker oder muss es vor allem schnell und praktisch gehen?

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend!


Bezugsquellen:
Fotoaufkleber: Müller*
Postkarten: Müller*
Magnetklebefolie: Amazon
Geschenkpapier: Ikea
Bakers Twine: Tchibo

Freitag, 29. August 2014

DIY: Unser Wedding Planner


Seit Wochen sammeln sich bei uns Berge von Zeitschriften, Listen, Zetteln und Klebenotizen. Und alles nur, um auch ja all unsere Hochzeitspläne im Blick zu behalten und sich nebenher noch wunderschöne Inspirationen und Ideen zu holen. Da kann man auf jeden Fall schon mal durcheinander kommen und verzweifelt nach der Budgetliste suchen, die dann einfach zwischen den verschiedenen Fotografen stecken, die man sich unbedingt noch näher ansehen möchte. Deshalb habe ich jetzt einfach ein kleines Büchlein für uns vorbereitet, in dem wir unsere Listen sammeln können und alles gebündelt beisammen haben. Zumindest die To-Do´s und das Budget behalten wir nun besser im Blick.


Für das kleine Büchlein habe ich mir einfach ein kleines Notizbüchlein besorgt. Mit Spitzenborte, Kordel, Papier und Farbe habe ich dann das Cover aufgehübscht. Eigentlich wollte ich gleich mal unser Farbkonzept für die Hochzeit in den Mittelpunkt setzen, doch letztlich hat unser Drucker nicht so gedruckt wie ich es gerne hätte... Also blieb ich bei der etwas schlichteren Variante, die mir letztlich aber auch sehr gut gefällt.


Den Schriftzug "Unsere Hochzeit" habe ich zunächst mit Bleistift vorgezeichnet und dann mit weißer Acrylfarbe ausgemalt. Sonst hätte ich wohl kaum so schöne geschwungene Buchstaben hinbekommen. Aber mit einer kleinen ausgedruckten Vorlage und einem spitzen Pinsel war das letztlich kein Problem. Die kleinen goldenen Punkte am unteren Rechten Rand habe ich ausgestanzt und auch mit Farbe und Pinsel beschriftet. Falls ich nämlich in den nächsten Wochen noch ein zweites Büchlein anschaffe, um dort unsere Ideen für viele kleine Details wie Gastgeschenke, Blumendeko und Einladungskarten zu sammeln, kann ich die Verzierung des Büchleins an das erste anpassen und nur die Punkte anders beschriften. Ihr seht: Ich liebe kleine Notizbücher!


Das wichtige an unserem persönlichen Wedding Planner ist aber letztlich das Innere. Dort habe ich schon begonnen einige Listen zusammenzutragen. Alles rund um die Location, Standesamt, Trauzeugen und Co sowie das Budget und unsere Ausgaben finden dort gut geordnet ihren Platz. So kann wirklich nichts mehr verloren gehen. Für die vielen Inspirations-Zeitschriften und Internetausdrucke gibt es aber dennoch noch einen großen (sperrigen) Ordner. Ganz ohne geht es dann doch nicht. Aber den muss ich erst noch ein wenig aufhübschen, ehe ich ihn irgendwo präsentiere...


Ich bin weiterhin noch auf der Suche nach wichtigen To-Do´s, die wir auf keinen Fall bei unserer Planung vergessen dürfen. Also immer her mit den Tipps und euren eigenen Erfahrungen!

Habt noch einen traumhaften Start in das Wochenende.


Bezugsquellen:
Notizbuch: Rayher
selbstklebende Spitzenborte: idee.Creativmarkt
Acrylfarbe: Rayher
Stanzer, rund (2,54cm): Rayher

Freitag, 22. August 2014

DIY: Schoko-Cupcakes mit Zuckertüten-Toppern


Meine kleine Cousine hat morgen ihren ganz großen Tag: Es geht ab in die Schule! Ich selbst bin tatsächlich auch ein kleines bisschen aufgeregt, denn es ist die erste Einschulung für mich, bei der ich nicht selbst mit einer riesigen Zuckertüte und der nigelnagelneuen Schultasche über den Schulhof hopse. Zum gegebenen Anlass hat meine liebe Tante mich nun gebeten, ein wenig für das Kaffeekränzchen am Nachmittag zu backen. Das habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen! Da das frischgebackene Schulkind Schokolade über alles liebt, habe ich neben zwei Blechen Cheesecake-Brownie mit Blaubeeren leckere Schoko-Cupcakes gebacken. Als Topping habe ich einfache Schlagsahne gewählt, die ich mit Lebensmittelfarbe eingefärbt habe. Aber was wäre ein schöner Cupcake ohne einen passenden Topper? So habe ich kurzerhand kleine Zuckertüten gebastelt, die nun auf den süßen Törtchen thronen.


Das Rezept für die wirklich schokoladigen Schoko-Cupcakes kann ich euch natürlich nicht vorenthalten. Gemeinsam mit der Sahne sind sie ein leckeres Highlight - nicht nur bei Feiern zur Einschulung. Um selbst in der Küche diese kleinen Törtchen zu zaubern, benötigt ihr neben Papierförmchen und einem Muffinblech folgende Zutaten: 


Zunächst heizt ihr den Ofen auf 200°C vor. Die Papierförmchen könnt ihr bereits in die Mulden des Muffinblechs verteilen. Nun gebt ihr Eier, Zucker und die Prise Salz in eine Schüssel und rührt alles mit dem Handrührer schaumig. Anschließend gebt ihr das Mehl hinzu und verarbeitet es zu einer glatten Masse. Nun nehmt ihr 200g der Zartbitterschokolade und lasst sie gemeinsam mit der Butter über einem Wasserbad schmelzen. Sobald alles gut geschmolzen ist, gebt ihr die Schoko-Butter zu dem Teig und rührt alles glatt. Die restliche Schokolade hackt ihr in grobe Stücke und hebt sie unter den Schokoteig. Nun verteilt ihr den Teig auf eure Förmchen und gebt sie für etwa 15 Minuten in den Ofen, bis sie schön hochgegangen sind.

Während eure Schokotörtchen abkühlen, könnt ihr bereits die Sahne vorbereiten. Dazu gebt ihr die Schlagsahne gemeinsam mit dem Sahnesteif und dem Vanillezucker in ein hohes Gefäß und schlagt sie mit dem Handmixer steif. Falls ihr wie ich der Sahne noch eine hübsche Farbe geben wollt, gebt zu Beginn ein wenig Lebensmittelfarbe hinzu, sodass diese sich während des Schlagens gut verteilen kann. Sind eure Schokoküchlein gut abgekühlt, füllt ihr die steife Sahne in einen Spritzbeutel und dekoriert damit eure Cupcakes. Nun fehlen eigentlich nur noch die passenden Zuckerüten als Topper!


Für die kleinen Zuckertüten-Topper benötigt ihr farbiges Buntpapier nach Wahl, Seidenpapier, Bakers Twine, Zahnstocher, Kleber und eine Schere. Mit diesen Materialien kann es auch schon an das Basteln gehen!


Zunächst schneidet ihr aus eurem Papier einen Kreis mit einem Durchmesser von 10 cm. Ich selbst habe einen Kreisschneider zur Hilfe genommen. Es eignet sich aber genauso gut ein Glas oder der Boden einer Vase, um einen schönen Kreis zu zaubern. Diesen Kreis wiederum viertelt ihr in vier gleich große Teile, so könnt ihr aus einem Kreis letztlich vier Zuckertüten basteln. Nehmt einen dieser Teile zur Hand und schneidet das Seidenpapier auf die Größe der abgerundeten Seite des Bastelpapiers zu. Auf die Rückseite eures Papiers gebt ihr auf die abgerundete Seite etwas Kleber und drückt das Seidenpapier daran fest. 
Sobald es gut getrocknet ist, gebt ihr auf eine der beiden langen Seiten wiederum etwas Kleber. Lasst diesen kurz antrocknen, bevor ihr nun im nächsten Schritt das Papier zu einer kleinen Tüte zusammenrollt. Ich habe meine Zuckertüten so lange gerollt, bis nur noch mein Zeigefinger in die Öffnung passt. So konnte ich auch von innen das Papier gut zusammendrücken und der Kleber hatte genug Zeit zum Trocknen. Sobald eure Tüte festgeklebt ist, nehmt ihr nun einen Zahnstocher zur Hand. Auf diesen gebt ihr auf die eine Spitze etwas Kleber und steckt diese in die untere kleine Öffnung eurer Zuckertüte. Gut andrücken und trocknen lassen. Zu guter letzt verschließt ihr das Seidenpapier mit etwas Bakers Twine und schon ist eure kleine Zuckertüte fertig. 


Ich hoffe, euch gefällt meine kleine Idee zur Einschulung. Ich bin schon gespannt, ob meine kleine Cousine genauso begeistert sein wird von der niedlichen Deko wie ich selbst. Immerhin habe ich mich nach der Farbwahl ganz nach der kleinen Prinzessin gerichtet ;)

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachbacken und Basteln! Habt einen wunderbaren Start in das Wochenende.

Dienstag, 19. August 2014

Herbstgefühle im August oder auch: Ein Kurztrip nach Thüringen


Dichter Nebel am Vormittag, mit dicken Tropfen bedeckte Blätter an den Bäumen und ein kühler Wind, der selbst durch die heißgeliebte Windstopperjacke zieht. Da denkt man sofort an einen schönen gemütlichen Herbstmonat und auf jeden Fall nicht daran, dass es Hochsommer sein sollte. Doch genau diese Eindrücke begleiteten uns an dem vergangenen Wochenende. Meine bessere Hälfte und ich gönnten uns einen kleinen Wochenendurlaub im schönen Thüringen. Zwei Tage Abwechslung vom stinknormalen Alltag. Einfach mal die Seele baumeln lassen, abschalten und nicht daran denken, dass Montags wieder die Pflichten rufen. So tobten wir uns bei langen Spaziergängen im Wald aus, besichtigen die Wartburg und eine wirklich empfehlenswerte Falknerei und ließen uns letztlich in unserem Hotel für eine Nacht mit Schaumbad und Dinner am Abend verwöhnen. Was für ein Leben!



Auf der Wartburg in Eisenach genossen wir noch ein bisschen den herrlichsten Sonnenschein vom diesjährigen August. Die alten Gemäuer erschienen so in einem romantisch-historischem Glanz. Wir ließen uns von einem theatralischen Touristenführer durch das Palas führen und lauschten gespannt den Geschichten, die hinter diesen Wänden über Jahrhunderte geschrieben wurden. Nachdem wir dann auch die berühmte Lutherstube und den Tintenfleck auf der Wand entdeckt hatten, kehrten wir diesem historischen Ort jedoch schon wieder den Rücken zu und machten uns auf den Weg in eine Falknerei in Ruhla. Dort staunten wir über wunderschönen Greifvögel und ließen uns bei einer kleinen Show etwas über die wilden Tiere und dem Beruf der Falknerei selbst erklären. Ja, genau bei solchen Erlebnissen kann man dann doch völlig den Alltag vergessen und einfach auf andere Gedanken kommen. (Besonders einfach wird das übrigens auch genau dann, wenn ein kleiner hübscher Buntfalke auf dem eigenen Kopf Platz nimmt...) 



Am Sonntagmorgen schauten wir aus unserem Hotelzimmer genau in eine Nebeldecke, durch die sich nur spärlich die Morgensonne blicken ließ. Dennoch schnürten wir unsere Wanderschuhe und huschten sofort auf den Rennsteig. Dort wanderten wir durch den Rennsteiggarten und ließen uns auch nicht von dem leichten Nieselregen auf unserer Haut die schöne Stimmung verderben. Wer hat denn auch je behauptet, dass zu einem guten Urlaub Sonne gehört? Und bei einem Kurztrip genießt man wohl sowieso einfach den Moment der Abwechslung und Ruhe. 




Über den Baumkronen hatten wir immerhin dennoch einen tollen mystischen Blick über den Thüringer Wald. An einem Bergsee spürten wir die eisige Kälte, die das Wetter an diesem Wochenende mit sich brachte. Da wünschte ich mir glatt meine hübsche Pudelmütze heraus, die noch tief vergraben im Schrank auf ihren winterlichen Einsatz wartet... und das alles mitten im August. Schon verrückt dieser Sommer. 




So schön und besonders so ein Kurztrip ist, ein wenig traurig ist es dann schon, wenn die schöne Zeit einfach zu schnell vergeht. Dennoch habe ich jetzt noch die nächsten Tage die Gelegenheit weiterhin von unserem schönen Urlaub zu träumen. So komme ich nur ganz langsam im geschäftigen Alltag wieder an und genau diesen Moment genieße ich sehr. Ein bisschen Pause zwischendurch muss immerhin auch mal sein und genau das war es, was dieses Wochenende so herrlich machte. 

Ich wünsche euch einen wunderbaren und entspannten Tag. Vielleicht konnte ich euch mit meiner kleinen Fotoflut auch einen Moment der Entspannung und Pause vom stressigen Arbeitstag bieten... 

Freitag, 15. August 2014

Rezension: So oder So


Ich bin 25 Jahre jung und war eigentlich der Meinung, dass ich immer noch in einem Alter bin, in dem mich Jugendbücher begeistern können. Wie sehr habe ich es geliebt, "Die Tribute von Panem" zu lesen oder die Trilogie rund um den "Goldenen Kompass". Und nicht zu vergessen: "Harry Potter"! Alles Bücher, die mich begeistert haben mit ihrem Inhalt, mit ihren klugen Worten und Fantasie. Und vor allem: mit ihrer Sprache. Die Jugendromane, die bisher von mir verschlungen wurden und hoffentlich in Zukunft noch weiterhin werden, sind keinesfalls gekennzeichnet von leichten Handlungen oder einfachen Worten. Sie überzeugten mich mit ihrem Charme, den perfekt gewählten Worten und der Tatsache, dass ich nicht bemerke, dass es sich um ein Buch handelt, was ganz vorn im Regal der Jugendbuchabteilung zu finden ist. Umso schockierter war ich nun, als ich den neuesten Roman las, der genau in diese Kategorie fällt. Wo war sie da, diese Leichtigkeit, die mit Witz, Humor und vor allem eloquenten Worten Hand in Hand durch ein Buch führen können? "So oder so". Ich habe es gelesen. Und genau deshalb kann ich euch auch heute erzählen, warum dieses Buch mich absolut nicht überzeugt hat. 


Rahmendaten:
Name: So oder So
Autoren: Thomas Brinx und Anja Kömmerling
Seiten: 230
ISBN: 9783407744838

Zum Inhalt:
Ein Buch mit zwei Storys. Auf der einen Seite greift die 16-jährige Jella am frühen Morgen zum Toast mit Salami. Und auf der anderen Seite entscheidet sie sich gegen die Wurst und wählt die Marmelade. Diese unterschiedliche Wahl führt dazu, dass Jellas Geschichte rund um eine Fahrt mit ihren Freunden zum "Rock am Ring" ganz anders verläuft. Diese Wahl ist letztlich der Auslöser dafür, dass sie entweder von Goran geküsst wird oder doch von ihrem Kindergartenfreund Fitti. Oder von Soleil, die ihr eigentlich den Kopf verdreht hat... Zwei Storys in einem Roman, die letztlich zeigen, dass eine kleine Wahl eine Entscheidung für das Leben bedeuten kann.

Zu den Autoren:
Thomas Brinx und Anja Kömmerling arbeiten schon seit mehreren Jahren als Autoren zusammen. Bekannt sind sie geworden durch die Romanreihe "Freche Mädchen". Daneben schrieben sie bereits mehrere Drehbücher für Film- und Fernsehproduktionen.


Rezension: 
Bei der Betrachtung des Covers wusste ich nicht so recht, wo ich anfangen soll zu lesen. Auf der einen Seite betrachtete ich ein Brot mit Marmeladenherz und auf der anderen die Salami. Letztlich orientierte ich mich an dem Barcode und entschied so für mich, wo die Vorder- und wo die Rückseite des Romans zu finden war. Salami war somit meine erste Wahl. Und bereits auf den ersten Seiten wurde mir klar: Das ist kein Buch für mich. Worte wie "Halbsis" und "BFF" sprangen mir ins Auge. Dazu unzählige Sätze, die scheinbar von Kommatrennung leben und dafür auf Hilfsverben verzichten. Ein nettes Beispiel, was meine Haare immer noch zu Berge stehen lässt: "Er musste sein Bier exen, sobald der Zug losgefahren war, und da war klar, Schmollerei nur gespielt, Fitti war der beste und leidenschaftlichste Bierexer unter der Weltsonne." So etwas auf 230 Seiten. Nonstop. Gedankengänge der Protagonistin Jella, bei der man sich wirklich fragt, ob Jugendliche heute tatsächlich so sprechen. Bin ich wirklich schon so alt? Oder warum musste ich das Wort "Halbsis" erst laut aussprechen, damit ich verstand, was dahinter steckt? Oder warum regte es mich ständig auf, wenn Komma und keine Punkte verwendet wurden? Dabei bin ich selbst jemand, der gerne lange Sätze liest und schreibt. Doch wenn diese plötzlich keinen Sinn mehr ergeben, dann fühlt es sich komisch an - vor allem beim Lesen. 
Die Story an sich ist jedoch durchaus spannend. Als sich Jella am Morgen für die Salami entschied, verliefen die folgenden Tage scheinbar perfekt. Sie stieg in einen Zug mit ihren besten Freunden und machte sich auf den Weg zu "Rock am Ring". Zu vier Tagen mit viel Musik, Gruppengefühl und Freiheit. Liest man erst die eine Story, dann denkt man sich am Ende sehr wohl: Ja, das war nett. Eine schöne ruhige Lebensgeschichte, die sich leicht und locker weggelesen hat (abgesehen von der Sprache, die einen immer wieder zur Weißglut treibt). Dreht man dann jedoch das Buch um und gelangt zu der "Marmeladen-Story", bemerkt man, dass in diesem Buch - zumindest in Bezug auf die Intension der Handlung - doch etwas mehr steckt als gedacht. Denn plötzlich verläuft die scheinbar gleiche Geschichte in ganz anderen Bahnen und nimmt Ausmaße an, die man zu Beginn nicht vermutet hätte. Da ist die Spannung auf einmal, die mich als Leser mitreist und ein Buch auch bis zu Ende lesen lässt. Doch letztlich habe ich den Roman zugeklappt und bemerkt, dass es nur wenige Momente waren, in denen ich wirklich glaubte, dass mich die gelesenen Zeilen überzeugen konnten. Zu sehr wurde ich abgelenkt von dieser übertriebenen Jugendsprache und dem Gefühl, dass ich längst zu alt sei für solch eine Geschichte. Die Idee ist ganz wunderbar, doch die Ausführung ist für mich eine Katastrophe. 


Fazit:
Die beiden Storys in "So oder so" sind in Bezug auf ihren Inhalt nett durchdacht und vor allem beim Lesen der zweiten Variante tatsächlich spannend. Am Ende musste ich wirklich darüber nachdenken, wie verrückt es werden kann, wenn man sich bereits am frühen Morgen für ein herzhaftes Frühstück entscheidet und das süße lieber stehen lässt. Oder umgekehrt. Doch letztlich wird die Geschichte selbst sehr getrübt durch die sprachliche Umsetzung. Wenn bei Sätzen die Hilfsverben fehlen, die Seiten von Kommata überflutet sind und dann noch übertriebene Wörter aus der angeblichen "Jugendsprache" verwendet werden, dann möchte man solch einen Roman nicht weiter mit lobenden Worten küren. Für mich ist es inhaltlich eine nette Sommergeschichte. Nicht mehr und nicht weniger. Sprachlich ist "So oder so" lediglich ein lieblos gestaltetes Werk, was mich absolut nicht überzeugen konnte. Ich finde die Worte aufgesetzt und nicht authentisch. Für mich ist es kein "Jugendbuch", sondern ein Roman, der gern so sein möchte. Es sind letztlich nur mit leeren Worten gefüllte Seiten, die ich nicht weiterempfehlen kann. Zwei großzügige Sterne gibt es von mir dennoch, da mich der Inhalt doch für einen Moment zum Nachdenken gebracht hatte. 



Vielen Dank an Blogg dein Buch und Belz & Gelberg für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!


Freitag, 8. August 2014

Von Freundschaft und dem schönsten Babybauch der Welt


Wenn man sich bereits sein ganzes Leben lang kennt, miteinander groß geworden ist und wunderbare Zeiten miteinander erlebt hat, dann erscheint es noch unglaublicher, wenn man auf einmal gemeinsam die nächsten großen Schritte des jeweils anderen miterleben kann. Und so ist es auch traumhaft schön, wenn man plötzlich den Babybauch der Kindergartenfreundin ins rechte Licht rücken darf und dabei zuschaut, wie sie vor Glück strahlt. Es ist so emotional, dass man beim Betrachten der Fotos auf einmal selbst sehr sentimental wird und sich doch tatsächlich ein paar klitzekleine Freudentränen verkneifen muss. 


Genauso erging es mir nun, als meine liebe Tina mich vor einigen Wochen fragte, ob ich nicht Fotos von ihrem Babybauch machen möchte. Echte Familienfotos, bevor der kleine Knirps tatsächlich in den nächsten Wochen das Licht der Welt erblickt. Dass ich diesen Moment miterleben und fühlen darf, ist etwas ganz Besonderes für mich. Und etwas ganz Besonderes ist es nun auch, dass ich euch hier diese Fotos zeigen darf. Fotos von zwei Menschen, die sich gefunden haben, und einem Dritten im Bunde, der in kurzer Zeit ihr Leben wohl völlig auf den Kopf stellen wird. 



Tina und Paul vor der Kamera zu beobachten, war ein großer Spaß für mich. Die beiden sind so unkompliziert, so dass es einfach nur eine große Freude ist, die beiden abzulichten. Besonders im Feld gab es trotz großer Sommerhitze viel zu lachen und beschaffte uns dennoch zwischendurch besondere romantische Momente, die ich nun für die Ewigkeit festhalten durfte. Da ich mich durch die Vielzahl der Motive nicht so leicht entscheiden konnte, sei mir die kleine Bilderflut verziehen.



Es war Premiere für mich, eine schwangere Frau vor meiner Kamera zu haben. Und wenn es dann auch noch die beste Freundin ist, möchte man am liebsten den Finger nicht mehr vom Auslöser nehmen. Ich hätte so gern all meine Ideen an einem Tag umgesetzt. Doch da kam uns doch tatsächlich ein mächtiges Sommergewitter in die Quere, so dass wir unser kleines Shooting letztlich auf zwei Tage verteilten. Einmal ganz im Grünen in einem schönen Park und dann wieder ab ins Feld, welches ich in den Sommermonaten wirklich gerne anschaue. Das leuchtende Korn, die scheinbar unendliche Weite... Einfach herrlich!




Im Park selbst entstanden dann auch viele Schwarz-Weiß-Fotos. So etwas habe ich wohl seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht. Aber ich liebe diesen besonderen Ausdruck, den der Schwarz-Weiß-Ton den Aufnahmen verleiht. 





Liebe Tina und lieber Paul, es war mir eine Ehre, diesen Moment für euch einzufangen.  Vielen Dank, dass ich die Fotos auch hier mit meinen Lesern teilen durfte. Und wenn dann der kleine Nachwuchs endlich auf der Welt ist, hoffe ich natürlich auf süße Babyfotos ;)
Ich wünsche euch allen noch einen wunderbaren Start in das Wochenende. Lasst es euch gut gehen!

 

Donnerstag, 31. Juli 2014

Unsere Hochzeit: Die Save-The-Date-Karten


Was war ich aufgeregt, als ich das World Wide Web nach schönen und besonderen Save-The-Date-Karten durchforstete! Eigentlich hatten wir nicht vor, solche Karten zu versenden. Doch nachdem ein paar Monate nach dem wunderschönen Antrag meines Liebsten ins Land gezogen waren, wurde aus unserem Familien- und Freundeskreis die Frage nach dem Datum unserer Hochzeit immer lauter. Dabei stand für uns der Termin sehr, sehr schnell fest. Es sollte auf jeden Fall unser 10. Jahrestag sein! Und da der auch noch genau auf einen Freitag fällt, stand der Plan fest. Doch scheinbar half es nicht, unseren Lieben dieses Datum immer wieder zu sagen, sodass die Fragen danach nicht weniger wurden. Nachdem wir schließlich die perfekte Location für uns gefunden hatten, entschlossen wir uns dazu, doch Save-The-Date-Karten zu versenden.


Durch viel Zufall stieß ich bei meiner Suche nach Anregungen für eine Karte auf den wunderschönen Shop Minted. Eigentlich wollte ich mich hier nur inspirieren lassen und als DIY-Tante die Karten dann selber machen. Doch nachdem ich mir ein Probeset des Shops angefordert hatte, kam ich aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Mit diesen Beispielkarten wurde nämlich schnell klar, dass ich selbst solch eine wunderschöne Qualität nie mit meinen Bastelqualitäten nachmachen könnte. Die schönen Prägungen, das Papier... all das war nicht nur optisch ein Hingucker, sondern auch noch haptisch ein tolles Erlebnis! Und da ich meine Finger im wahrsten Sinne nicht mehr von den Karten lassen konnte, mussten wir uns nur noch für ein Motiv entscheiden. Da standen wir nun wirklich vor der Qual der Wahl. Denn eigentlich hatten wir uns zu dem Zeitpunkt bereits für ein Farbkonzept entschieden, doch da hätten wir die Karten sehr stark individualisieren lassen müssen. Das war uns beiden in Anbetracht der vorangeschrittenen Zeit dann doch zu unsicher. (Und außerdem konnte ich mich da erst recht nicht entscheiden...) 


Also entschieden wir uns letztlich für ein Design, bei dem wir im Shop direkt nur den Text anpassen mussten. Wir konnten auch Schriftarten und -größen nach Belieben ändern und uns auch überlegen, ob wir die Rückseite der Karte weiß oder farbig haben wollten. Das alles war sehr einfach zu händeln, sodass das Design schnell fertig war. Nachdem unsere Bestellung abgeschickt war, erhielten wir einen Tag später die Druckvorschau per Mail. So konnten wir noch mal genau überprüfen, ob alles auf der Karte korrekt ist, bevor sie in den Druck ging. Mit unserer Bestätigung wurde sie dann für uns angefertigt. 

Zwei Wochen später erreichte uns schließlich die Lieferung. An dieser Stelle sei schon mal erwähnt, dass der Shop seinen Sitz in den USA hat! An der Lieferzeit hatten wir also nichts zu  meckern. Doch beim Auspacken verging uns dann doch für einen Moment das Lachen. Denn so ganz stimmten die Karten nicht mit denen überein, die wir bestellt hatten. Es fehlten nämlich die verschnörkelten Elemente, die ihr oben und unten an der Karte sehen könnt. So zögerte ich nicht lang und schrieb eine Mail an den Kundenservice von Minted. Meine Englischkenntnisse reichten dafür auf jeden Fall aus. Umgehend erhielt ich auch eine freundliche Antwort mit der Bitte, doch ein Foto von den erhaltenen Karten zu senden. Gesagt, getan. Nachdem wir das erledigt hatten, wurde für uns ohne langes Diskutieren ein neuer Druck der Karten veranlasst. Natürlich kostenfrei und zusätzlich noch mit einer Eillieferung, die dann zwei Tage später bei uns ankam. Nun waren die Karten nach dem ersten Schock perfekt und konnten mit den mitgelieferten Umschlägen versendet werden.


Doch nun standen wir wieder vor einem kleinen Problem. Da die Karten im amerikanischen Maß angefertigt sind, sind sie auf der einen Seite 8mm größer als eine normale Postkarte aus Deutschland. Ist ja klar, dass wir darauf nicht geachtet hatten... So mussten wir mehr Porto bezahlen als es für einen normalen Brief nötig gewesen wäre. Doch das war nicht ganz so wild, denn wir waren mittlerweile sehr froh, dass wir unsere Karten nach all dem Überlegen und dem riesigen kleinen Schock mit dem Fehldruck endlich auf die Reise schicken konnten. 


Unsere Familie und Freunde sind auf jeden Fall genauso begeistert von den Save-The-Date-Karten wie wir. Zusätzlich hatten wir selbst noch auf die Rückseite einen kleinen ausführlicheren Text geschrieben. Das hätten wir zwar auch über den Shop machen können, doch zu dem Zeitpunkt konnten wir uns einfach nicht auf die passenden Worte einigen, sodass wir den zweiwöchigen Lieferzeitraum für ein wenig Ausformulieren gut genutzt hatten :)

Und, wie gefallen euch unsere Karten? Würdet ihr selbst auch auf jeden Fall Save-The-Date-Karten versenden oder haltet ihr das für unnötig? 

Ich wünsche euch noch einen wundervollen Tag! Lasst es euch gut gehen.